Eine Mail an meinen Vater, einem Erz-Sozen

Hallo mein Papa,

materiell geht es mir sicherlich gut, besser als Dir in meinem Alter, wenn ich die ganzen (unterhaltungs-)technischen Möglichkeiten bedenke. Das stimmt. Und das ist auch das Einzige, was unsere Politiker (wohlgemerkt im Verbund mit der Wirtschaft) auf die Reihe bekommen haben, und was auch nicht zuletzt an der allgemeinen Arbeitsmoral der Deutschen selbst liegt. Aber das Materielle ist doch nicht das einzige Kriterium für Lebensqualität. Ich ticke jedenfalls nicht so wie Viele aus meiner Generation, die über die Euphorie anlässlich der Anschaffung neuer technischer Spielereien oder ihres jährlichen Urlaubs ausblenden, was da draußen eigentlich vor sich geht, und sprichwörtlich ihre Sinne betäuben. Außerdem – sinnbildlich gesprochen – habe ich als Passagier auf einem tollen Kreuzfahrtschiff langfristig recht wenig von dessen Luxus, wenn dieses gerade auf einen Eisberg zusteuert, oder – noch näher dran – von Piraten gekapert wird, die auch noch von dem Kapitän und seinen Matrosen herzlich willkommen geheißen, sowie – nicht mehr nur sinnbildlich gesprochen – von den betrunkenen anderen Passagieren mit Teddy-Bären beworfen werden und diese sich im besten Falle über die Skeptiker nur lustig machen. Auf eine ferne Zukunft, in der man von der Vergangenheit wieder einmal nur sagen kann „es war damals ja nicht alles schlecht“, bin ich wenig erpicht.

Was ich verlange, ist zumindest Sicherheit, und selbst die kann dieser Staat nur noch mit Mühe und Not gewährleisten. Und hier unterstelle ich der von mir nicht geschätzten Führerin/ Mutti zumindest Fahrlässigkeit. – Da räumt sie 2011 bzw. 2010 selbst noch ein, dass insbesondere jugendliche Migranten (und damit meinte sie Moslems; nicht Schweden, Polen oder Vietnamesen) besonders gewalttätig sind (siehe hier) und dass Multikulti gescheitert ist (siehe hier), aber was macht sie seit 2015? – Macht für sie auf die Tore weit! – Und ein Vielfaches an Menschen, die wir bereits bei einem geregelten Zufluss nicht integrieren konnten, wird zudem jetzt auch noch ungeregelt reingelassen, wobei jedem bei Verstande Seienden klar war, dass sich darunter auch Trojanische Pferde mischen werden, und dass wenn sie einmal da sind, man sie nicht mehr so schnell los wird. Und dabei spielt Merkel sich gegen die anderen EU-Staaten auf, welche sich bloß buchstabengetreu ans Gesetz halten, und vergällt dabei die guten Beziehungen (deswegen auch, jede Wette, diese Kriecherei gegenüber Polen in Sachen Russland). Bezüglich der inneren Sicherheit kristallisieren sich schon erkennbare Unterschiede zwischen den westlichen, namentlich Frankreich und Deutschland (selbst die Chinesen warnen inzwischen vor einem Aufenthalt in Deutschland, hier klicken), und den östlichen EU-Staaten, namentlich Polen und Ungarn; wie das bloß kommt? Das hat nichts mit Märchen zu tun, sondern schlichtweg damit, ob ein Staat gewillt ist, die Kontrolle über seine Grenzen zu behalten. Ein simples Ursache-Wirkungs-Prinzip.

Wer die Welt da draußen verbessern möchte, Leid lindern möchte und dabei im wahrsten Sinne des Wortes seinen Kopf für Andere riskieren möchte, der soll, gerne auch steuergeldlich gefördert, in die betreffenden Länder reisen, und schauen, was er tun kann. Aber ich will keinen importierten Terrorismus, keine notgeilen Triebtäter oder auch keine vagabundierenden Diebesbanden in Namen der Weltoffenheit hier haben. – Lieber einen Rückschritt in die Nationalstaaten zu Zeiten der EG, als einen ins finstere Mittelalter.

Und einem Gauckler, der vor einem Milliarden-Volk herumposaunt, hier in Deutschland sei Platz für sie (siehe hier), attestiere ich, nett ausgedrückt, Einfalt. Von daher gut, dass er weg ist. Mal schauen, was FWS sich so leisten wird.

Das Einzige, was hier getan wird, ist aktionistisch an den Symptomen herumzudoktern, indem man nun bspw. öffentliche Plätze mit Betonblöcken zupflastert. Mit dem Terror, so de Maiziere und Schulz, müssen wir eben leben. Super. Wie kann das sein, wenn doch laut Schulz alles, was hier reinströmt, per se „wertvoller als Gold“ ist ?! Dann begnüge ich mich weiterhin lieber mit dem weniger wertvollen Gold, denn nahezu täglich lese ich von Belästigung und Vergewaltigung (siehe bspw. hier, hier, hier, hier, hier, hier) oder von Messerstechereien und Sonstigem (siehe hier, hier, hier, hier oder hier). – Und zu gutgemeinten 75% sind´s immer wieder die Gleichen (da muss man sich nur mal die Zusammensetzung der JVAn anschauen, wo man schon mit dem Besorgen von Dolmetschern nicht mehr hinterherkommt) … Und was sich in den Großstädten in zwanzig, wenn nicht sogar bereits in zehn Jahren alles abspielen wird, daran mag ich gar nicht denken.

Deutschland befindet sich meiner Meinung nach wieder einmal auf einem gefährlichen, überheblichen ideologischen Trip, und der wird wieder einmal nicht gut ausgehen. Damals meinte es, durch rassische Reinheit den Gipfel der Zivilisation erklimmen zu können, heute durch ethnische und kulturelle Selbstaufgabe, durch Überhöhung anderer Kulturen. – Das Pendel ist ins andere Extrem geschwungen. Und dass dahinter sogar eine Agenda stehen könnte, erschließt sich mir unter anderem hieraus (hier nochmal das komplette Verbarium). Mag sein, dass es gutgemeint ist – die EU soll homogener werden, auch was die Bevölkerung betrifft. Von mir aus gerne. Aber anscheinend geht das Manchen nicht schnell genug, so dass man sich wohl erhofft, durch den Zuzug von weniger stark Verwurzelten und besonders Fortpflanzungsfreudigen sowas wie einen Katalysator-Effekt zu erzielen.
Und nochmal, mit Ausländerfeindlichkeit haben meine Ansichten nichts zu tun. Aber ich bin nunmal nicht ein nur „hier länger Lebender“, sondern ein hier schon immer Lebender, und habe das Recht, bei der Gesellschaftsgestaltung mitzureden und augenfällige Missstände diesbzgl. schonungslos anzusprechen. –> Meinungsfreiheit.

Multikulti ist prinzipiell toll. Meine Grundschulklasse war nur knapp über 50% biodeutsch. Der Rest setzte sich aus Polen, Kroaten, Marokkanern, Griechen und Türken zusammen. Und das war in Ordnung so, das war wahrhaftiges Multikulti! Aber solche Zustände wie hier oder hier werden die Regel. Das ist Pseudo-Multikulti, das ist Verdrängung.

Und eines werde ich mit Sicherheit nicht tun, weil ich mir neben unserer sozialen Lebensqualität, die uns dieser Staat im Namen der Weltoffenheit und Toleranz allmählich nimmt, nicht noch selbst meine wirtschaftliche verbauen möchte: mich politisch engagieren. In diesem Denunzianten-Staat muss man nämlich höllisch aufpassen, dass man nach außen hin die „richtige“ politische Gesinnung (oder wenigstens keine) an den Tag legt, denn sonst kann ich mir die Jobsuche auch direkt ersparen. Dass das keine Spinnerei ist, haben mich auch die Ereignisse in meinem ehemaligen Verein gelehrt. Daher mache ich mein Maul auch nur ggü. Denen auf, denen ich vertrauen kann 😉

Lieben Gruß,
Dein Sohn

PS: Mach Dir ruhig die Mühe und schaue Dir jeden einzelnen eingefügten Link an.

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Höcke…

Für unsere moralischen Herrenmenschen ist es offenbar nicht so wichtig, dass man Tatsachen ausspricht, sondern wer dies tut. Jedenfalls kann ich mich an ein an keine Reaktion auf die Worte MacGregors erinnern, die der medialen Empörungsejakulation von letztens auch nur entfernt gleichkam…

Neil MacGregor über Deutschland
Was man Höcke vorwerfen kann: taktische Ungeschicktheit (von Pirincci hätten er lernen sollen…) und die Neigung zum Abschreiben (siehe auch den Augsteinschen Artikel aus dem Jahre 1998).

Wir sollten nicht verallgemeinern.

Wir sollten wegen dem, was in Freiburg passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten wegen dem, was in Bochum passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten wegen dem, was in Köln passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten  außerdem wegen dem, was in Nürnberg passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten wegen dem, was in Ibbenbüren passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten wegen dem, was in Essen passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten wegen dem, was in Bornheim passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten wegen dem, was in Dresden passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten wegen dem, was in Berlin passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten wegen dem, was in München passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten wegen dem, was in Meiningen passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten wegen dem, was in München passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten wegen dem, was in Hannover passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten wegen dem, was in St. Pauli passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten wegen dem, was in Bad Oldesloe passiert ist, nicht verallgemeinern, wir sollten wegen dem, was in Meschede passiert ist, nicht verallgemeinern. Wir sollten wegen dem, was in Ahaus passiert ist, nicht verallgemeinern…

Bundespräsidentschaftswahlen: Demokratie, wie sie das deutsche Establishment liebt und für die USA gerne gehabt hätte; allein Bonzen entscheiden, wer nächster Präsident wird.

Die Entwicklung dieses Landes kann man wohl ganz passend mit der von einem tollwütigen ins Publikum springenden Stieres zu einem naiven, lebensmüden Schaf umschreiben. Ein sich seiner selbst bewusster, ausgeglichener Charakter ist wahrlich Deutschlands Dingen nicht.

Horror-Clowns und Reichsbürger

Wer jetzt wegen Horror-Clowns und Reichsbürgern in Panik verfällt, aber dem monatelangen Einfallen und Treiben tausender kaum integrierbarer testosterongeladenener und offensichtlich sexuell unausgelasteter junger Männer unkritisch bis wohlwollend gegenübersteht, den darf man getrost als bescheuert bezeichnen.

 

Dass man vollwertiger Deutscher ist, merkt man nicht anhand der Abstammung oder der Zugehörigkeit, sondern an den Worten, die man nicht sagen darf, an der Meinung die man nicht haben darf.